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Der Heizölpreis ist weiter gesunken, kann ich davon noch profitieren?

 

 

 

Börsenkommentar vom 24.09.2021

 

L+E AG: Chart Heizölpreis täglich

 

aktuelle Preisliste (Update täglich, ca. ab 10:00 Uhr)

 


Wir bitten Sie, uns für die Lieferung ein Zeitfenster von mindestens 4 Arbeitstagen zwischen Bestellung und Auslieferung zu gewähren. Expresslieferungen sind mit administrativem und logistischem Mehraufwand verbunden, deshalb muss ein Zuschlag verrechnet werden.

 

Erhöhung der CO2-Abgabe um CHF 6.85 inkl. MwSt pro 100lt für alle Auslieferungen ab 01.01.2022 

 

Gas bleibt Preistreiber für Öl
Der globale Gasmarkt erlebt zur Zeit einen heftigen Squeeze. Die europäischen Gasreserven sind etwa 78% unter den normalen Niveaus für Oktober und deuten kurz vor der kalten Jahreszeit eine außerordentlich knappe Versorgungslage an. „Alle sind besorgt, dass uns Lagerbestände fehlen, die wir normalerweise haben“, so Russell Hardy, Vorstandsvorsitzender der Vitol. „Im Winter ist die Gasnachfrage massiv höher als im Sommer. Man muss im Vorfeld einlagern, daran führt kein Weg vorbei.“

„Kann uns die Nachfrage wegen der Stromumschaltung nach oben überraschen? Ja“, so Hardy weiter. „Ist es wahrscheinlich, dass aufgrund der Gaspreise täglich eine halbe Million Barrel zusätzliche Nachfrage entsteht? Unsere Ansicht ist, dass das wahrscheinlich über den Winter hinweg geschehen wird.“ Dies ist mit ein Grund weshalb man bei der Vitol mit Preisen oberhalb der 80 Dollar Marke rechnet.

Durch die gestiegenen Gaspreise wechseln einige Stromerzeuger von Gas auf günstigeres Öl, womit zusätzliche Nachfrage entsteht und dadurch die Preise an ICE und NYMEX stützt. Bei der OPEC rechnet man damit, dass der Ölbedarf dadurch um zusätzliche 370.000 B/T steigend könnte, sollte der Gaspreis länger auf höherem Niveau bleiben.

Bei Goldman Sachs hält man bereits die 90 Dollar nicht mehr für ausgeschlossen. „Der Ölmarkt wird in den kommenden Monaten schneller als erwartet knapper, was sich als preisstützend erweisen sollte“, sagte Analyst Warren Patterson von der ING. „Die Knappheit auf dem Gasmarkt hat sich auf Öl ausgewirkt, und die Nachfrage wird" durch den Wechsel auf Öl anziehen.

Ölnachfrage steigt in den kommenden Wochen
Was die Ölnachfrage anbelangt, so deuten einige Dinge auf einen Anstieg in den kommenden Wochen und Monaten hin. Zum einen sind da die hohen Gaspreise, die für einen steigenden Bedarf an Öl zur Stromerzeugung sorgen werden. Hinzu kommen immer weitere Lockerungen bei Einreisebeschränkungen, wie zuletzt in den USA. Durch die Maßnahme, die ab November greifen soll, rechnen die Analysten von Energy Aspects mit einem Mehrbedarf von 200.000 B/T.

Aber auch in anderen Teilen der Welt werden Lockerungen durchgeführt, während die deutsche Bundesregierung für das Frühjahr 2021 damit rechnet, dass die Corona-Pandemie überstanden sein wird. Jetzt bewegt sich der Markt zunächst aber auf den Winter und die Heizsaison zu, in der die Nachfrage nach Destillaten zunehmen wird. Ein Zeichen für eine erhöhte Produktnachfrage ist auch die US-Raffineriekapazität, die an der US-Ostküste in der vergangenen Woche bei 93% lag – das höchste Niveau seit Mai 2019.

Einige Experten rechnen daher damit, dass die Nachfrage kommendes Jahr bereits auf Vorkrisenniveau zurückgekehrt sein wird. Auf der Nachfrageseite bahnt sich also weiter ein Anstieg an, dem nur ein höheres Angebot entgegenwirken kann.

Angebotszuwächse bleiben hinter Erwartungen zurück
Erst kürzlich hatte die Angebotsseite mit Hurrikan Ida einen herben Rückschlag erlitten, nachdem der Sturm fast die gesamte US Rohölförderung im Golf von Mexiko außer Betrieb gesetzt hatte. Einige Anlagen werden noch länger außer Betrieb bleiben und erst kommendes Jahr wieder Öl fördern können. Am Donnerstag blieben laut BSEE weiter knapp 300.000 B/T bzw. 16,2% offline.

Die OPEC+ steigert zwar ihre Förderung monatlich um 400.000 B/T, konnte dies im August aber zuletzt nicht voll umsetzen. Angola, Nigeria und auch Kasachstan blieben hinter ihren Produktionsquoten zurück. Und sonst? Der kanadische Ölproduzent Syncrude Canada hat für September ein Force Majeure gemeldet und wird rund 20% weniger Öl liefern. Das sind immerhin rund 55.000 B/T – in Kombination mit den Ausfällen am Golf von Mexiko ein empfindlicher Ausfall.

Marktlage
Zu Beginn des Winters ist mit einer steigenden Ölnachfrage zu rechnen. Zum einen durch den Heizbedarf, zum anderen aber auch wegen der hohen Gaspreise, von denen Experten mit einem Nachfrageanstieg bei Öl rechnen. Die OPEC geht von einer Zusatznachfrage von rund 370.000 B/T aus.

Lockerungen von Einreisebeschränkungen werden ebenfalls die Kerosinnachfrage steigern. Allein die Einreiseerlaubnis für geimpfte und genesene Europäer und Briten ab November in die USA könnte den Bedarf an Öl um 200.000 B/T steigern. Zusammen sind dies schon rund 570.000 B/T, die den üblichen saisonalen Nachfrageanstieg hinzugeschlagen werden müssen.

Die OPEC+ wird ihre Förderquoten im Oktober wieder um 400.000 B/T steigern. Dies würde alleine nicht ausreichen, um den erwarteten Zusatzanstieg bei der Nachfrage um 570.000 B/T über die kommenden Monate zu kompensieren. Die dauerhaften Ausfälle bei der Ölförderung im Golf von Mexiko, die aktuell noch bei knapp 300.000 B/T liegen und zum Teil noch bis Anfang 2022 andauern werden, machen die Situation nicht unbedingt besser.

Die Gemengelage deutet somit für die absehbare Zeit auf eine knapper werdende Versorgungslage hin, womit auch die Ölpreise weiter steigen dürften. Der Vorstandsvorsitzende der Vitol hält daher Preise von über 80 Dollar nicht für ausgeschlossen, während man bei Goldman Sachs sogar die 90 Dollar für möglich hält. Fundamental bleiben wir daher vorerst bei unserem bullishen Standpunkt.

 

US-Dollar kostet CHF 0.9255 / 1 EUR kostet US$ 1.1735

1 EUR kostet CHF 1.0861

 

Reinfracht von ARA (Amsterdam/Rotterdam/Antwerpen) pro Tonne nach Karlsruhe: EUR 13.50 / nach Basel:CHF 19.00

 

 

Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenz Produkt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten, Dollarkurs, Versorgungslage oder Steuer- und Abgabeerhöhungen jedoch abweichen.