Nur wenige Schiffe verlassen Persischen Golf
Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen
Trotz diplomatischer Gespräche zwischen den USA und Iran ist kurzfristig keine Einigung zu erwarten. Gleichzeitig werden Maßnahmen wie die US-Eskorte von Schiffen durch die Straße von Hormus oder die angekündigte Förderausweitung der OPEC als wenig wirksam eingeschätzt. Die geopolitische Lage bleibt somit der dominierende Faktor für die Märkte.
Die Situation eskaliert weiter: Iran erneuert nicht nur Drohungen, sondern greift tatsächlich Schiffe und ein US-Kriegsschiff an. Auch Infrastruktur in den VAE wird beschädigt. Die USA reagieren militärisch. Diese Entwicklungen führen zu deutlichen Preisanstiegen an den Ölbörsen, auch wenn es zwischenzeitlich Gewinnmitnahmen gibt. Positive Nachrichten, etwa steigende Exporte aus Venezuela, können die angespannte Lage nur begrenzt ausgleichen.
Zwar gelingt es den USA, vereinzelt Frachter sicher durch die Straße von Hormus zu eskortieren, doch bleibt dies eine Ausnahme und keine nachhaltige Lösung. Der Schiffsverkehr ist weiterhin stark eingeschränkt, was die physische Versorgungslage kaum verbessert.
Ein zentraler Punkt ist die Sorge um sinkende Ölbestände: Experten und große Ölkonzerne warnen, dass durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus weltweit Reserven abgebaut werden. Die tatsächlichen Auswirkungen seien bisher noch nicht vollständig in den Marktdaten sichtbar, könnten aber bald spürbar werden und die Preise weiter antreiben.
Insgesamt bleibt die Lage angespannt: Die Waffenruhe zwischen Iran und den USA ist fragil, Verhandlungen kommen kaum voran, und das Risiko weiterer Eskalationen besteht. Daher bleibt die fundamentale Marktlage bullish, mit begrenztem Abwärtspotenzial und weiterhin steigenden Preisen als wahrscheinlichstes Szenario.