
Chinas Rohölimporte haben sich im August weiter erholt und sind gegenüber Juli um rund 6,2 % auf 37,93 Mio. Tonnen gestiegen. Damit lagen die Einfuhren zwar deutlich über dem Langzeittief von Juni, aber noch 23,4 % unter dem Vorjahreswert. Neben einem wieder höheren Angebot aus der Golfregion nutzten chinesische Raffinerien verstärkt Lieferungen aus Russland und afrikanischen Förderstaaten. Gleichzeitig exportierte China im August rund 29 % mehr Benzin und Diesel als im Vormonat und könnte damit die zuletzt angespannte Versorgungslage am Produktmarkt etwas entspannen. An den Ölmärkten bleiben die geopolitischen Risiken jedoch bestehen: Die Ukraine greift weiterhin russische Energieanlagen an, der Konflikt zwischen den USA und Iran bleibt ungelöst und die Huthi-Miliz setzt ihre Angriffe im Roten Meer fort. Nach der feiertagsbedingt verkürzten Handelssitzung in den USA richtet sich der Blick heute auf die Rückkehr der US-Marktteilnehmer. Die Ölpreise zeigen sich am Morgen fester, sodass sich für die Inlandspreise erneut Potenzial für Aufschläge abzeichnet.