Hurrikan und geopolitische Spannungen halten die Preise unter Druck nach oben

‍Ölpreise bleiben schwankungsanfällig – kurzfristige Entlastung bei Heizöl möglich

Die internationalen Ölpreise sind am Donnerstag zunächst deutlich gestiegen. Dafür sorgten vor allem die Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen durch den Hurrikan Isaias im Golf von Mexiko sowie die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump stellte am Abend allerdings klar, dass es vor den Zwischenwahlen am 3. November keinen weiteren Militärschlag gegen den Iran geben werde. Diese Aussage sorgt aktuell für eine gewisse Entspannung an den Ölmärkten.

Hurrikan Isaias beeinträchtigt die Ölversorgung

Die Vorbereitungen auf den Hurrikan Isaias haben bereits erhebliche Auswirkungen auf die US-Ölproduktion. Rund 63 Prozent der Rohölförderung im Golf von Mexiko wurden vorübergehend eingestellt. Zusätzlich könnten Raffinerien entlang der Golfküste betroffen sein. Sollten Anlagen beschädigt werden oder länger ausfallen, könnte sich das Angebot an Benzin, Diesel und anderen Kraftstoffen verknappen. Das würde die Preise zusätzlich nach oben treiben. Wie stark und wie lange die Auswirkungen anhalten, hängt vom weiteren Verlauf des Sturms ab.

Politische Spannungen bleiben ein wichtiger Preistreiber

Auch die Lage im Nahen Osten beeinflusst die Ölpreise weiterhin. Zwar hat Trump einen möglichen Militärschlag gegen den Iran vor den Zwischenwahlen ausgeschlossen, doch eine nachhaltige Entspannung ist damit noch nicht erreicht. Insbesondere die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus bleibt entscheidend, da diese wichtige Route für den weltweiten Öltransport ist.

Zusätzlich belastet der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die Versorgung mit Kraftstoffen. Angriffe auf russische Raffinerien können die verfügbare Menge auf dem Weltmarkt verringern. Die angekündigte Freigabe von Öl- und Kraftstoffreserven durch verschiedene Staaten dürfte dagegen nur begrenzt für Entlastung sorgen.

Was bedeutet das für die Heizölpreise?

Zum Start in den Freitag zeichnet sich an den internationalen Ölbörsen zunächst keine weitere Aufschläge ab. Gleichzeitig zeigt sich der CHF gegenüber dem US-Dollar stärker. Da Öl international überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, kann ein stärkerer CHF den Einkauf für inländische Abnehmer günstiger machen.

Damit besteht aktuell die Chance auf etwas niedrigere Heizölpreise im Vergleich zum Vortag. Allerdings bleibt die Lage angespannt: Neue Nachrichten zum Hurrikan, zur politischen Situation im Nahen Osten oder zur weltweiten Versorgung können die Preise jederzeit wieder steigen lassen.

Fazit für Verbraucher: Wer Heizöl benötigt, kann aktuell von möglichen Preisabschlägen profitieren. Eine nachhaltige Entspannung ist jedoch noch nicht in Sicht. Es lohnt sich deshalb, die Preisentwicklung aufmerksam zu verfolgen und bei einem passenden Angebot nicht zu lange mit der Bestellung zu warten.

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Daniel Ehrler
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Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der internationalen Rohöl- und Produktnotierungen. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von weiteren Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.

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